Prostitution, die Zweite: Humboldt-Uni
Nicht nur Einkäufshäuser prostituieren sich heutzutage, nein, auch Universitäten. Man nehme da mitten aus der Mitte Berlins die Humboldt-Uni (HU). Gerade mal Verlierer im Exzellenzwettbewerb geworden, dennoch unermüdlich, sich der Öffentlichkeit gegenüber zu prostituieren. Da braucht man nur die Internetseite der Uni anzugucken. Es ist wirklich so: die Hälfte der Homepage, also der Einstiegsseite der Website, besteht aus Pressemitteilungen (die andere Hälfte nur aus einem Foto und zweier dezenter Navileisten). Wer also ist die wichtigste Zielgruppe für die Humboldt-Uni? Die Journalisten. Zumindest war das ursprünglich die Funktion von Pressemitteilungen: die Journalisten zu informieren. Die wiederum sollten die Infos dann benutzen und verwursten. Weil die Mitteilungen natürlich nicht objektiv sind.
Da sollte man doch Pressemitteilungen Pressemitteilungen sein lassen und stattdessen einfach einen Bereich „Aktuelles“ oder „Nachrichten“ schaffen. Letzteren gibt es sogar schon, ist aber anscheinend nicht vorzeigbar genug, um auf der Homepage eingesetzt zu werden (dieses Argument kann man durchaus nachvollziehen, wenn man sich die „Nachrichten“ ansieht).
Schön auch, dass die Exzellenzinitiative noch auf der Homepage prangt – nicht, dass das schon gelaufen wäre und eine Entscheidung gefallen… Die Fahne muss eben weiter hochgehalten werden. Nicht für die Studenten, die sind ja nur zweitrangig, ungeliebtes Pack, mit dem man sich zwangsweise arrangieren muss. Aber die Ehre der HU, die sich selber Alma Mater Berolinensis nennt, muss unangetastet bleiben. Nach dem Motto: Auch wenn die anderen es nicht einsehen, wir wissen: Wir sind exzellent - und auch das, was wir jetzt und in Zukunft machen.
Da sollte man doch Pressemitteilungen Pressemitteilungen sein lassen und stattdessen einfach einen Bereich „Aktuelles“ oder „Nachrichten“ schaffen. Letzteren gibt es sogar schon, ist aber anscheinend nicht vorzeigbar genug, um auf der Homepage eingesetzt zu werden (dieses Argument kann man durchaus nachvollziehen, wenn man sich die „Nachrichten“ ansieht).
Schön auch, dass die Exzellenzinitiative noch auf der Homepage prangt – nicht, dass das schon gelaufen wäre und eine Entscheidung gefallen… Die Fahne muss eben weiter hochgehalten werden. Nicht für die Studenten, die sind ja nur zweitrangig, ungeliebtes Pack, mit dem man sich zwangsweise arrangieren muss. Aber die Ehre der HU, die sich selber Alma Mater Berolinensis nennt, muss unangetastet bleiben. Nach dem Motto: Auch wenn die anderen es nicht einsehen, wir wissen: Wir sind exzellent - und auch das, was wir jetzt und in Zukunft machen.
iolanda - 17. Nov, 15:55